Details zur Veranstaltung

So 13.11.2022 20:00 Brian Marsella - Solopiano (USA)

Eintrittspreise:

20 €

17 €

Ermäßigung (Schüler*innen/Studierende) 3,00 €, wird an der Abendkasse ausgezahlt.
Bitte gültigen Ausweis mitbringen.

Die Veranstaltung ist bestuhlt
 

 

Im Herbst 2019 stellte sich mit dem Brian Marsella Trio bei „Jazz in der Dieselstrass“ ein Pianotrio vor, das den Zuhörern schlichtweg die Sprache verschlug. Inzwischen hatte Marsella auch einen bemerkenswerten Auftritt bei den Berliner Jazztagen. Grund genug, Brian Marsella nun auch als Solisten in der Dieselstrasse vorzustellen.

Der Pianist Brian Marsella wuchs in Philadelphia auf und verfolgte in seinen Anfängen eine ungewöhnliche Kombination aus Klassik und R&B. Erst als er nach New York zog, wo er die renommierte New School besuchte, kam seine aufkeimende Liebe zum Jazz zu voller Blüte. Seiner Leidenschaft für brasilianische Musik ging er in Cyro Baptistas Gruppe Beat the Donkey nach, und im Quartett MAST traf sein Interesse an Funk auf die Kompositionen von Thelonious Monk, dem Urvater des Bebop. Sein Talent für Jazz zeigte sich aber vor allem im New Yorker Post-Bop-Quintett The Flail, mit dem er in den letzten zehn Jahren hauptsächlich zusammenspielte. Zu seiner Hochform lief er  schließlich mit einem eigenen Trio auf, das ursprünglich gegründet wurde, um die Musik von John Zorn zu spielen. Gemeinsam mit dem Bassisten Trevor Dunn und dem Schlagzeuger Kenny Wollesen spielte Marsella zwei hervorragende Alben mit Kompositionen von Zorn ein, auf denen der Pianist in halsbrecherischem Tempo den Geist von unterschätzten VertreterInnen des Bebops aus den 1950er Jahren, wie Elmo Hope und Herbie Nichols, heraufbeschwört. Im vergangenen Jahr tat er sich mit dem Bassisten Christian McBride und dem Schlagzeuger Anwar Marshall zusammen, um mit dem Album „Outspoken: The Music of the Legendary Hasaan“ die Musik eines weiteren verkannten Klaviergenies zu feiern. Der Kritiker Peter Margasak (Chicago Reader) beschrieb seinen Stil dergestalt, „als ob Herbie Nichols oder Bud Powell mit Lichtgeschwindigkeit spielten“.